Lorenzo Togni

Bass/Gesang

Lorenzo ist der jüngste Spross einer einflussreichen Tessiner Dynastie. Anstatt jedoch in die Fussstapfen des Vaters zu treten und das heimische Hofgut zu verwalten, wollte er schon als kleiner Junge lieber Musik machen. Mit rhythmischen Schritten hüpfte er in seinen Zoccoli über den Steinboden der heimischen Hacienda und sang – sehr zum Leidwesen seiner Nonna, die um das Seelenheil ihres Enkels fürchtete – lieber Rock’n’Roll als Tessiner Volksweisen. Noch kaum zum Manne gereift, entdeckte unser Jüngling den E-Bass. Die Dorfältesten sprachen von Schicksal, der Gemeinde-Priester flüsterte mit rauher Stimme, “il diavolo!” wäre mit im Spiel gewesen, und die Mädchen der Nachbarschaft senkten mit Schamesröte auf den Wangen (und einem leisen, schwärmenden Seufzer auf den Lippen) ihren Blick: die Töne, die Lorenzo seinem Instrument entlocken konnte, waren nicht von dieser Erde. Bei Nacht und Nebel, nur den Bass im Gepäck, zog Lorenzo kurz darauf in den hohen Norden, wo er in St. Gallen die Jazzschule besuchte. Seine Mamma weinte bitterlich, als sie auf einem verknitterten Notenblatt die Abschiedsworte ihres Buben las: “macht euch keine Sorgen; I got the music in me.“

Nach kurzer Zeit schon war Lorenzo einer der gefragtesten Bassisten in der ganzen Ostschweiz. Mit Bands wie Supercross und Maxin spielte er sich in die Herzen tausender frenetischer Zuschauer und erzielte gar den klingenden Titel des Master of Arts in Musikpädagogik. Bei Discover 3 schliesslich fand er in Raffael und Martin zwei Sinnesgenossen; zwei ebenso getriebene, rastlose Seelen, die für ein Stücklein Groove den eigenen Teddybären verkaufen würden.

 

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